
Die 60er Jahre waren eine Epoche des Aufbruchs, der Musik, der Mode und vor allem des Make-ups. Das damalige Erscheinungsbild war ein starkes Statement: klare Konturen, intensive Augenblicke und eine jugendlich-frische Ausstrahlung, die die Popkultur prägte. Wenn du heute nach 60er Jahre Make-up suchst, findest du eine Fülle von Inspirationen – von Twiggy-ähnlichen Wimpernflügen bis hin zu präzisen Cat-Eye-Linern, die noch immer Staunen hervorrufen. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du den ikonischen Charme der 60er Jahre modern interpretierst, welche Techniken dahinterstecken und welche Produkte sich heute als zeitlose Dupliken eignen. Der Fokus liegt dabei auf dem Keyword 60er jahre make up, doch wir schauen auch auf Varianten, Style-Ebenen und praktische Tipps für den Alltag.
Historischer Hintergrund: Die 60er Jahre und das Make-up
Die 60er Jahre brachten eine neue Ära des Selbstbewusstseins in der Kosmetik mit sich. Nach dem zurückhaltenden Stil der Nachkriegszeit wuchsen Experimente mit Formen, Linien und Farben. Die Szene rund um London, Paris und New York setzte auf klare Linien, grafische Eyeliner und einen jugendlichen Look, der sich deutlich vom previous Jahrzehnt abhob. Das Make-up der Zeit drehte sich um drei zentrale Elemente: definierte Augen, helle bis rosige Wangen und markante Lippen, oft in moderaten Rottönen oder rosa Nuancen. Der Stil war gleichzeitig anspruchsvoll und verspielt – perfekt geeignet, um in Fotos und auf Bühnen zu glänzen. 60er jahre make up wurde so zu einem Symbol des Selbstbewusstseins, des Modedrick und der Filmkultur.
Bevorzugte Formen und Trends
Im Mittelpunkt standen der Cat-Eye-Eyeliner mit einem ausgeprägten Flügel, lange, dichte Wimpern und eine meist matte Haut mit einem porzellanartigen Finish. Die Augen waren der Star des Looks, während Lippen und Wangen in Harmonie dazu beitrugen, das Gesicht ausgewogen wirken zu lassen. Die Farbpalette reichte von kühlen Blau- und Grautönen bei den Augen bis hin zu zarten Rosé- oder Koralle-Nuancen bei Lippen und Wangen. Die Übersetzung in den Alltag bedeutete oft: weniger foundations, dafür mehr Fokus auf den Blick. Diese Herangehensweise hat sich in vielen modernen Looks wiederfinden lassen und inspiriert auch heute noch Designerinnen, Make-up-Artists und Hobby-Makeup-Enthusiasten.
Typische Looks der 60er Jahre
Der Stil des 60er Jahre Make-up lässt sich grob in mehrere Unterlinien unterteilen. Jede davon hat ihren eigenen Charakter, ist aber durch den gemeinsamen Grundsatz der grafischen Akzente geprägt.
Der Twiggy-Effekt: Lange Wimpern, klare Linien
Twiggy war zur Ikone geworden, deren Erscheinung Weltruhm erlangte. Kennzeichen waren superlange, definierte Wimpern, ein schmaler Lidstrich und eine matte Haut. Dazu passten zarte Lippen in Rosa- oder Pfirsichtönen, die das Auge noch stärker in den Vordergrund rückten. In der Praxis bedeutet das: viel Mascara, eventuell einzelne Wimpern am äußeren Rand, ein sauber gezogener Wing und Haut, die so ebenmäßig wie Porzellan wirkt. 60er jahre make up in Twiggy-Variante ist eine gute Orientierung für ein Statement-Look, das sowohl auf Fotos als auch im Alltag auffällt.
Cat-Eye-Liner: Die Kunst der Wing-Gestaltung
Der Cat-Eye war ein Klassiker, der bis heute seine Faszination behält. Die Kunst besteht darin, einen gleichmäßigen Wing von der äußeren Augenkante bis zu einem Punkt am oberen Wimpernrand zu ziehen, der mit dem unteren Lid harmoniert. In den 60ern wurde der Wing oft sehr markant, fast spitz nach außen geführt, um das Auge optisch zu verlängern. Moderne Interpretationen nutzen Gel- oder Flüssigliner, während die Retro-Variante auf exakte Linie mit präziser Kante setzt.
Lippenstift und Lippenformen: Klar definierte Lippen
In den 60er Jahren waren Lippen oft gut konturiert, mit einem klaren Cupids-Bow und einer festen Farbfläche. Beliebt waren Rosé-, Pink- und Rotnuancen, die je nach Trend auch in matter oder cremiger Textur erschienen. Die Form war häufig eher kompakt statt voluminös, mit einem Hauch von Overlining, um einen jugendlichen Eindruck zu vermitteln. Wer den Look heute nachzieht, wählt eine Linie, die zu seiner Haut- und Augenfarbe passt, und setzt auf eine klare Kante am Lippenrand.
Schritte zum authentischen 60er Jahre Make-up
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft dir, den Look systematisch umzusetzen, egal ob du ihn für einen Abend, ein Fotoshooting oder den Alltag nachschminken möchtest. Wir arbeiten mit klassischen Techniken, die auch heute noch gut funktionieren, und integrieren moderne Produkte, die das Ergebnis stabiler, haltbarer und leichter anzuwenden machen.
Schritt 1: Hautvorbereitung und Foundation
Die Haut in den 60er Jahren war oft matt und porenfein. Beginne mit einer leichten Feuchtigkeitspflege und einem silikonfreien Primer, der das Hautbild ebnet. Wähle eine Matten-Foundation oder eine leichte bis mittlere Deckkraft, die den Teint ebenmäßig macht, ohne zu schwer zu wirken. Ein mattierendes Puder sorgt für den gewünschten Halblicht-Look, ohne zu glänzen. Achte darauf, dass der Farbton gut zu deinem Hautton passt, damit das Gesamtbild nicht unnatürlich wirkt.
Schritt 2: Augen betonen
Für den ikonischen 60er Jahre Look gilt: zuerst eine helle, helleBase auf dem oberen Augenlid, um eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen. Danach zeichnest du den Cat-Eye-Liner mit Präzision. Nutze eine feine Linerspitze und arbeite von innen nach außen, bevor du den Wing formst. Je länger der Wing, desto dramatischer der Look. Ergänze dies mit zwei bis drei Schichten Wimpernserum oder hochwertigen künstlichen Wimpern, um die Twiggy-Atmosphäre zu reproduzieren. Wer mag, wählt dazu neutrale, kühle Lidschattenfarben wie Taupe, Elfenbein oder sanftes Grau als Grundierung und setzt mit einem dunkleren Ton in der Lidfalte Akzente.
Schritt 3: Augenbrauen formen
In den 60ern waren Augenbrauen meist fein und dezent geformt, oft mit einer leichten Biegung. Nutze einen Brauenstift oder -puder in der passenden Nuance, um eine definierte, aber natürliche Linie zu schaffen. Vermeide zu dunkle oder zu volle Brauen; der Fokus liegt weiterhin auf den Augen. Mit einem Transparentpuder fixierst du die Brauen und vermeidest Staubkornchen, die den Look stumpf wirken lassen.
Schritt 4: Lippenstift und Lippenformen
Wähle eine Lippenfarbe, die zu deinem Hautton passt – Rosé, Pink oder klassisch Rot sind typisches 60er Jahre Vokabular. Zeichne zuerst den Lippenrand sauber mit einem Lipliner nach, der der Lippenfarbe entspricht. Fülle dann die Lippen mit dem Lippenstift aus und arbeite an der Cupids-Bow-Kontur, um eine klare, grafische Form zu erhalten. Ein mattes Finish passt besonders gut, aber auch cremige Texturen können den Look modern interpretieren, solange die Kontur scharf bleibt.
Farben, Produkte und Technik für das 60er Jahre Make-up
Die richtige Farbwahl und geeignete Produkte helfen, den 60er Jahre Look authentisch umzusetzen. Hier findest du eine Übersicht über sinnvolle Farben, Texturen und moderne Dupe-Produkte, mit denen du den retro Glamour einfach reproduzieren kannst.
Wichtige Farben für Augen, Lippen und Wangen
Augen: Schwarz oder tiefes Anthrazit für Wing-Näherung; kühle Taupe- oder Cremetöne als Base; eventuell ein silberner oder champagnerfarbener Lidstrich als Highlight. Lippen: Rosafarbene bis pinke Töne, Rotnuancen – jeweils matt oder cremig, je nach Teint. Wangen: Dezent rosé oder apricot, um den Look frisch zu halten, ohne von Augen und Lippen abzulenken. Die Grundidee bleibt: Fokus auf dem Auge, Haut matt, Lippen definieren.
Empfehlungen für moderne Dupe-Produkte
Moderne Make-up-Produkte ermöglichen es, den Look einfach nachzuschminken. Für den Wing eignen sich hochwertige Flüssigliner oder Gelliner mit feiner Spitze; Wimpern können mit echten oder synthetischen Wimpern verlängert werden. Lippenstifte in klassischen Pink- und Rotnuancen gibt es heute in einer größeren Bandbreite an Texturen – von mat bis cremig. Für die Haut ist eine leichte Foundation mit ausgezeichneter Haltbarkeit ideal, dazu ein transparentes Puder, das Glanz reduziert, ohne das natürliche Gefühl der Haut zu verändern.
Styling der Haare und Make-up-Set
Die Frisur ging Hand in Hand mit dem Make-up. Bouffants, Bouclé-Frisuren und kurze, strukturierte Schnitte ergänzen den Look ideal. Ein Beehive oder ein klassischer Pixie können die Augenpartie hervorheben und das Gesicht insgesamt betonen. Wichtig ist die Balance: Wenn die Augen stark betont sind, bleiben Lippen und Wangen etwas zurückhaltender; bei sehr kräftigen Lippen kann das Auge dezent bleiben. Ein gut abgestimmtes Set aus Pinzetten, Puder, Eyeliner und einem kleinen Spiegel ist ebenfalls hilfreich, um unterwegs den Look wiederherzustellen.
60er Jahre Make-up heute: Moderne Tipps und Interpretationen
Auch wenn der Retro-Stil charmant alt wirkt, lässt er sich hervorragend in die heutige Make-up-Praxis integrieren. Du kannst zum Beispiel den Wing-Liner modernisieren, indem du eine dünnere Linie wählst oder den Wing nur am äußeren Drittel des Lids beginnst, um den Alltagskomfort zu erhöhen. Oder du kombinierst Twiggy-Elemente mit sanften Konturen: matte Haut, definierte Augen und eine moderne Lippenfarbe, die zu deinem Hautton passt. Für festliche Anlässe kann auch ein leichter Schimmer auf dem Augenlid dezent für Glanz sorgen, während die Grundidee – klare Linien, starke Augen – bestehen bleibt. 60er jahre make up ist damit zeitlos und lässt sich flexibel anpassen.
Make-up-Hacks, die heute funktionieren
- Verwende einen feinen Pinsel für präzise Wing-Konturen statt einer dicken Linie.
- Nutze einezubasierten Basis, damit das Powder nicht in feinen Linien verschwindet.
- Arbeite mit zwei Tonhöhen – einen Basis-Lidschatten in heller Farbe und einen dunkleren Ton für die Lidfalte, um Tiefe zu erzeugen.
- Wähle Lippenstifte mit gutem Halt, da kräftige Farben leichter an Ort und Stelle bleiben.
- Experimentiere mit falschen Wimpern, aber achte darauf, dass sie nicht zu schwer wirken; leichter Anflug reicht oft aus.
Ikonen des 60er-Jahre Make-ups
Unzählige Gesichter prägten die Ära, darunter einige ikonische Stilikonen, deren Look heute noch inspiriert. Twiggy bleibt das ikonische Beispiel für lange Wimpern und klare Linien. Brigitte Bardot setzte auf expressive Augen und volle Lippen, Audrey Hepburn verkörperte zeitlose Eleganz mit feinen Konturen. Edie Sedgwick brachte Mut zu Farben und experimentellen Details. All diese Figuren zeigen, wie vielseitig das 60er Jahre Make-up war und wie viel Spielraum es für persönliche Interpretationen lässt.
60er jahre make up im Fokus: Geschichte, Stilrichtungen und moderne Anwendung
60er jahre make up liefert eine reiche Quelle an Stilrichtungen – von minimalistischer Eleganz bis zu grafischer Extravaganz. Die Kombination aus grafischem Eyeliner, pudriger Haut und klar definierten Lippen bietet eine zeitlose Grundlage, die sich gut in moderne Schönheitsrituale integrieren lässt. Wer den Look neu interpretiert, kann die Grundprinzipien beibehalten und sie auf aktuelle Farben und Texturen übertragen. So entsteht ein Look, der Vergangenheit würdigt und gleichzeitig frisch wirkt. 60er jahre make up bleibt damit eine Quelle der Inspiration – für Fotos, Bühnenauftritte oder den alltäglichen Stil.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum 60er Jahre Make-up
Frage: Welche Farben passen am besten zu meinem Hautton, wenn ich den 60er Jahre Look nachschminke?
Antwort: Für hellere Hauttöne eignen sich Rosé- und Pinknuancen, für mittlere Hauttöne auch warme Rosatöne oder Koralle; bei dunkleren Hauttönen funktionieren kräftige Rosen, warme Pink- und Rotnuancen gut. Wichtig ist, dass Lippen, Augen und Haut miteinander harmonieren und der Fokus auf dem Blick bleibt, während die Lippen eine klare, definierte Form behalten.
Frage: Ist der Wing-Liner in der heutigen Zeit schwer zu tragen?
Antwort: Nicht unbedingt. Mit etwas Übung lässt sich eine saubere Linie erzielen, besonders wenn du mit einem feinen Brush-Tip-Liner startest. Ein leichter Wing oder ein Wing, der nur am äußeren Drittel beginnt, kann den Look schon stark beeinflussen, aber leichter zu erlernen sein. Geduld und Übung sind hier der Schlüssel.
Frage: Welche Produkte eignen sich am besten für den 60er Jahre Look heute?
Antwort: Ein feiner Eyeliner oder Gel-Liner, falsche Wimpern oder einzelne Wimpern, mattes Lippenrot oder Rosa, ein zarter Rosé-Blush, plus eine Matte Foundation oder leichte Foundation. Wichtig ist, dass die Produkte eine gute Haltbarkeit bieten und sich sauber verarbeiten lassen. Die heutige Drogerie bietet oft Dupe-Produkte, die den Look authentisch reproduzierbar machen.
Schlussgedanke: Warum der 60er jahre make up auch heute noch inspiriert
Der Charme der 60er Jahre liegt in der Klarheit, der grafischen Akzentsetzung und dem Versprechen eines frischen, jugendlichen Erscheinungsbildes. Egal, ob du den Look komplett rekreieren oder nur einzelne Elemente – wie den Cat-Eye oder die Twiggy-inspirierten Wimpern – integrieren möchtest: Die Kernprinzipien bleiben zeitlos. Mit einer guten Grundlage, präzisen Linien und mutigen Farben lässt sich der Retro-Charme mühelos in moderne Alltags- oder Abendlooks übertragen. Wenn du dich fragst, wie du 60er jahre make up heute sinnvoll stylst, ist die Antwort einfach: Fokus auf Augen, klare Konturen, matte Haut und eine definierte Lippenform, die deinem persönlichen Stil entspricht. So wird der Look lebendig, modern und dennoch eindeutig 60er Jahre inspiriert.